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Am 8. August gab GlaxoSmithKline bekannt einen 50 Mio. Dollar Venture Capital Fond aufzulegen, der gezielt in Unternehmen der bioelektronischen Medizin investieren wird. Geplant sei das Unternehmensportfolio auf 5 bis 7 Unternehmen in den nächsten fünf Jahren zu erweitern. Als eine der ersten Investitionen kaufte der Fond mit dem Namen „Action Potential Venture Capital (APVC) Limited“ das kalifornische Unternehmen SetPoint, dass ein Vorreiter im Bereich von implantierbaren Geräten zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen ist.

Der Fond soll somit die vor zwei Jahren gegründete Bioelectronics Forschungs- und Entwicklungssparte von GSK vervollständigen. Bereits zuvor hatte man sich die Kooperationen mit den vielversprechendsten Forscher auf diesem wachsenden Markt gesichert. Erste Produkte sollen Ende dieses Jahrzehntes auf dem Markt erscheinen.

Unter den Bereich der bioelektronischen Medizin werden Geräte zusammengefasst, die die Möglichkeit besitzen Nervenströme zu lesen und gezielt Nerven durch elektronische Reize zu stimulieren. Die Idee ist, den Zustand und das Verhalten von Organen aufzuzeichnen und gleichzeitig durch Änderung oder Generierung von elektronischen Impulsen entzündliche Darmerkrankungen, Rheuma, Atemwegserkrankungen und Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes Typ 2 zu heilen.

Kommentar: Durch die bevorstehende Patentklippe, bei der viele umsatzstarke und hochpreisige Medikamente an Exklusivität verlieren, müssen Pharmakonzerne neue Möglichkeiten finden, zu wachsen. Dies geschieht unter anderem durch Zukäufe im Bereich der Biotechnologie. In kaum einer anderen Branche werden so viele Geschäftsübernahmen vollzogen. Besonders interessant sind Firmen mit biologischen Wirkstoffen, da diese schwerer zu kopieren sind als die klassischen chemischen. GSK beabsichtigt nun einen weiteren vielversprechenden Markt für sich zu erschließen. Dafür sind sie auch bereit hohe finanzielle Risiken einzugehen.

[ilink url=“http://www.gsk.com/media/press-releases/2013/gsk-launches–50-million-venture-capital-fund-to-invest-in-pione.html“] Link zur Quelle (GSK)[/ilink]