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Seit Januar 2013 ist bei der Abgabe von Hilfsmitteln zum Verbrauch der Versorgungszeitraum auf dem Rezept anzugeben. Was zunächst eine Übergangsfrist darstellte, ist ab dem 1. April zur Regel geworden: Bei der Abgabe von Hilfsmitteln zum Verbrauch vor allem zulasten von Barmer GEK, AOK Hessen, BKKen, Knappschaft/LKK und IKK Classic muss nun zwingend der Versorgungszeitraum angegeben werden.

Grund ist eine Änderung des Paragrafen 302 im Sozialgesetzbuch V, der die Abrechnung von Hilfsmitteln zum Verbrauch regelt. Dies teilte der Hessische Apothekerverband (HAV) in einem Mitglieder-Rundschreiben mit. Neben Art, Menge und Preis des Hilfsmittels sowie der Arztnummer und der Diagnose müssen Apotheker nun darauf achten, dass der ausstellende Arzt den Versorgungszeitraum eingetragen hat und ggfls. nach Rücksprache diesen nachtragen.

Kommentar: Betroffen sind ausschließlich zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, zu denen u.a. Applikationshilfen (PG03), Verbrauchsmaterial für Inhalations- und Atemtherapiegeräte (PG14), Inkontinenzhilfen (PG15), Kompressionsartikel (PG17), Krankenpflegeartikel (PG19), Verbrauchsmaterialien zu Messgeräten (PG21) oder Stomaartikel (PG29) zählen.

Der Grund für die Unzufriedenheit der Apotheker liegt darin, dass einzelne Krankenkassen bei  fehlender Angabe zum Versorgungszeitraum die Hilfsmittelabrechnung zurückweisen. Derzeit diskutieren die Apothekerverbände mit Ärzten und Krankenkassen daher, um eine Lösung für die neue Regelung ohne bürokratischen Mehraufwand zu finden. Angestrebt wird etwa eine Lösung ähnlich der beim Stoma-Vertrag der AOK Hessen, wo der Versorgungszeitraum schon seit längerem anzugeben ist. Hier übermitteln die Rechenzentren in den Datenlieferungen als Versorgungszeitraum den Abgabemonat plus einen Monat. 

[ilink url=“http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&type=0&no_cache=1&Nachricht_ID=45921&Nachricht_Title=Nachrichten_Rezepte+f%FCr+Hilfsmittel%3A+Es+wird+komplizierter“] Link zur Quelle (Pharmazeutische Zeitung)[/ilink]