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Niedergelassene Ärzte müssen bei einer Wundversorgung darauf achten, ob es sich um eine Sofort – oder Notfallversorgung oder eine geplante Versorgung handelt.

Kommt der Patient akut – d. h. quasi in einem Notfall –  zur Wundversorgung, darf er die Produkte über den Sprechstundenbedarf abrechnen. Wird ein Patient dagegen zu einem „geplanten“ Verbandwechsel in die Praxis einbestellt, handelt es sich nicht mehr um eine Sofortbehandlung, sondern um einen regulär geplanten Besuch in der Praxis. In diesem Fall muss er ein Rezept mit dem Namen des Patienten und den Produkten ausstellen, dass dieser dann zum jeweiligen Arztbesuch – ggf. zur Wiederauffüllung des Praxisvorrates – mitbringt.

Praxen, die einen hohen Anteil im Bereich der Wundversorgung, z.B. bei Diabetikern, haben und die Verordnungskosten für Sprechstundenbedarf abrechnen, fallen schnell im Verhältnis zum Fachgruppendurchschnitt auf. Die Folge: Es drohen Regressverfahren. Probleme bekommt der Arzt, wenn bekannt wird, dass Verbandmittel, die beispielsweise an Patienten mit Wundheilungsstörungen verwendet werden, pauschal über Sprechstundenbedarf abgerechnet wurden.

Ärzte sollten daher nicht „blind“ Verbände über Sprechstundenbedarf  abrechnen, sondern nur dann, wenn es sich tatsächlich um einen notfallmäßigen Verbandwechsel handelt.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/aerztliche_verguetung/article/800822/regressfalle-wundversorgung.html“]Link zur Quelle (Ärztezeitung)[/ilink]