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Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) kritisiert einen Modernisierungsstau im deutschen Gesundheitswesen. Voraussichtlich werden die deutschen Medizintechnikhersteller zum Jahresende einen Gesamtumsatz von 21,1 Mrd. Euro erwirtschaften. Vor allem die chronische Unterfinanzierung öffentlicher Haushalte sowie das Vergütungssystem der Krankenkassen führe zu einem Investitionsstau gerade in der stationären Versorgung, so der ZVEI.

Kommentar: An die Diskussion um Investitionen im Gesundheitswesen schließt sich immer wieder die Diskussion um Innovationen an. Gemeinsam ist allen Innovationsvorhaben, dass ihnen Investitionen vorausgehen müssen, um in der Zukunft von geringeren Kosten profitieren zu können. Dieser Sachverhalt erfordert eine langfristige Betrachtung von Kosten und Nutzen. Aus Sicht der Krankenkassen sind aktuell Mehrausgaben bzw. Kostensteigerungen kritisch zu prüfen. Meist sind die durch eine Innovation tatsächlich realisierbaren Einsparungen nicht bekannt. Oft lassen sich Einsparungen nur schwierig ökonomisch evaluieren, da etwa der Nutzen einer Innovation auch in einer höheren Lebensqualität des Patienten liegen könnte.