Seite auswählen

Der im Dreijahres-Zyklus erscheinende IT-Report für die Sozialwirtschaft der Arbeitsstelle Sozialwirtschaft der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt weist auf steigende Investitionen im IT-Bereich bei Sozialeinrichtungen hin. Der soeben in der sechsten Auflage erschienene Report zeigt deutlich, dass die Nutzung von IT in sozialen Bereichen deutlich steigt. So konnte eine Steigerung der IT Budgets um durchschnittlich 30 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Report aus dem Jahre 2011 festgestellt werden.

Die Autoren des Reports Prof. Helmut Kreidenweis und Prof. Bernd Halfar erklären, dass der Anteil der IT an den Gesamtkosten heute 1,3 Prozent beträgt. Auch stiege die Zahl der IT-Nutzer im sozilawirtschaftlichen Bereich stetig weiter. 2008 nutzten nur 53 Prozent der Mitarbeiter eine IT-Infrastruktur, 2011 waren es bereits 63 Prozent und 2013 schon 75 Prozent. Im Bereich des Mobile Computings konnte bisher jedoch noch keine hohe Durchdringungsrate erreicht werden. Lediglich 5 Prozent der Angestellten nutzen ein dienstliches Smartphone, etwa die Hälfte der Anwender nutzen dabei spezielle Branchen-Apps zur Zeit- und Leistungserfassung. Die Nutzung von Tablet-PCs ist in diesen Einrichtungen kein Thema, lediglich 0,2 Prozent der Mitarbeiter verfügen über ein solches Gerät. Auch im Bereich des Cloud Computing liegt die Sozialwirtschaft hinter anderen Wirtschaftszweigen. Lediglich 13 Prozent der Aufwendungen des IT-Budgets werden für cloudbasierte Dienstleistungen genutzt. Am häufigsten wird hierbei die Auslagerung des Druckerbetriebs, das Server-Hosting und die Verarbeitung von Daten auf fremden Servern genutzt.

Bei der untersuchten Personalsituation konnten die Autoren beträchtliche Skaleneffekte feststellen, die langfristig zu einem Überdenken der IT-Betriebsmodelle bei kleineren Einrichtungen führen könnten. Im Durchschnitt betreut ein IT-Mitarbeiter 115 IT-Arbeitsplätze in einem Unternehmen. Bei Unternehmen mit bis zu drei Millionen Euro Jahresumsatz wurden jedoch nur 58 Arbeitsplätze betreut, während es in Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz bereits 170 Arbeitsplätze waren.

Kommentar: Im deutschen Mittelstand werden durchschnittlich 2 Prozent der Gesamtausgaben durch die IT verursacht. Dabei ist mit einem 30-prozentigen Anteil der IT-Ausgaben die Anschaffung neuer Hardware der größte Kostenblock. Gefolgt von Softwareentwicklungen und -innovationen (22 Prozent) und Cloud Services (20 Prozent).

[ilink url=“http://www.innovations-report.de/html/berichte/informationstechnologie/it_report_2013_investitionen_sozialwirtschaft_217926.html“] Link zur Quelle (innovations report)[/ilink]