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In Italien hat das Gesundheitsministerium 220 verschreibungspflichtige, nicht erstattungsfähige Arzneimittel aus der Rezeptpflicht entlassen. Diese können damit in OTC-Shops („Parafarmacie“) und Einkaufszentren verkauft werden.

Der italienische Supermarktkette Coop und dem Verband der Parafarmacie geht das nicht weit genug, da diese Produkte nur 6 Prozent aller Käufe ausmachen.

In Italien gibt es eine Medikamentenliste „Fascia C“, deren komplette Freigabe von der italienischen Regierung geplant war. Nach Protesten des Apothekerverbandes wurde die Freigabe auf  220 Arzneimittel beschränkt,  verschreibungspflichtige Präparate bleiben demnach in der Offizin-Apotheke.

Dagegen protestiert die Supermarktkette Coop und rechnet vor, dass Patienten bei einer völligen Freigabe der Medikamentenliste aufgrund von Preisreduzierungen mehr als 250 Millionen Euro sparen könnten.

Kommentar: In Deutschland steht ein Wegfall des Fremdbesitzverbots derzeit nicht mehr zur Diskussion, allerdings zeigen sich in anderen europäischen Ländern gegenläufige Trends als hier beschrieben. Es bleibt abzuwarten, ob sich nicht auch in Deutschland – nach den nächsten Bundestagswahlen – Veränderungen im Apothekenmarkt ergeben können. Die Frage dabei ist:  Welche Szenarien sind dabei möglich und wie müssen sich die Player dazu positionieren?

[ilink url=“http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/internationales/coop-will-rx-medikamente-verkaufen“]Link zur Quelle (apotheke adhoc)[/ilink]