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Nach dem Hoch bei der Nachfrage nach Life-Sciences-Spezialisten im 1. Quartal 2012 sank bis zuletzt das Interesse der Arbeitgeber an Fachkräften aus diesem Bereich. Dies geht aus dem aktuellen Hays-Life-Sciences-Index hervor. Seitdem stieg zum ersten Mal wieder die Nachfrage nach Experten im Life-Science Bereich. Dieser liegt nun bei 200 Punkten und stellt dar, dass sich im Vergleich zum Referenzquartal (1/2011) die Nachfrage nach Experten aus dem Life-Science Bereich verdoppelt hat.

Aufgrund der leicht nach oben zeigenden gesamtwirtschaftlichen Lage wird angenommen, dass sich dieser Trend auch langfristig fortsetzt. Doch bleiben Aussagen über das genaue Wachstum aufgrund der Euro- und Länderfinanzkrise weiterhin unsicher. Im Vergleich zum Vorquartal waren besonders Qualitätsmanager und Experten für Regulatory Affairs gefragt. Im Bereich der klinischen Forschung blieb die Nachfrage nach Spezialisten auf gleichbleibenden Niveau. Bei der Suche nach Medical Advisors gab es jedoch einen signifikanten Rückgang.

Diese Nachfragesteigerungen spiegeln sich auch in den anderen von Hays untersuchten Branchen wieder. Doch in keiner anderen Branche ist ein so starker Nachfrageanstieg wie in der Branche der Life-Science zu verzeichnen. Während sich, wie oben schon beschrieben, die Nachfrage bei Life-Science verdoppelte, sank zwischenzeitlich in den Bereichen der IT und Finanzen die Nachfrage und konnte sich jetzt wieder auf dem Niveau des Vergleichsquartals einpendeln. Der Hays-Life-Science-Index wertet zur Bestimmung des Index alle Stellenangebote aus den überregionalen Tageszeitungen sowie den wichtigsten Online-Jobportalen aus.

Kommentar: Das Gesundheitswesen ist der größte Arbeitgeber in Deutschland und wird nach Prognosen des Bundeswirtschaftsministeriums in den nächsten Jahren weiter wachsen. Bis 2030 sollen mehr als sieben Millionen Menschen im Gesundheitswesen beschäftigt sein. Die oben dargestellten Ergebnisse spiegeln sich in den Berichten vieler Unternehmen aus der Medizinprodukte- und Pharmaziebranche wieder. Die stark wachsende Nachfrage ist mit neuen Arbeitskräften kaum zu decken, sodass Unternehmen von Schwierigkeiten berichten, offene Stellen zu besetzen. Es ist davon auszugehen, dass es ohne tiefgreifende Änderungen im Bereich des Recruitings und der Arbeitgeberattraktivität in naher Zukunft aufgrund des dann entstehenden Personalmangels zu Innovationshemmungen kommen wird.