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Im September hatte die Novitas BKK 60.000 Rezepte über Betäubungsmittel-Verordnungen geprüft, auf denen in erster Linie Präparate für Schmerzpatienten verordnet waren. Der Vorwurf lautete, dass die Anwendungshinweise auf den Rezepten nicht eindeutig vermerkt waren und die Verordnungen rein formal somit auch nicht einfwandfrei ausgestellt waren. Neben der Novitas BKK haben mittlerweile auch die BKK vor Ort und die BKK Hoesch begonnen diese Prüfungen vorzunehmen. Mittlerweile gehen jedoch alle Kassen wieder auf Distanz, nachdem sich andere Kassen bereits von dem Vorhaben von massenhaften Rezeptprüfungen und Retaxationen distanzierten. Das Recht auf Retaxationen durch die Krankenkassen sei eher als „Warnschuss“ gegenüber den Apotheken und Verbänden einzusetzen. Massenhafte Rechnungskürzungen aufgrund von Formfehlern lehnen dem Vernehmen nach alle großen Verbände ab.

Kommentar: Die Vorfälle zeigen, dass es Kassen gibt, die sich enge Kriterien gesetzt haben, um ihre wirtschaftilche Situation nicht zu gefährden. Retaxationen gelten hierbei sicherlich als ein kleines Element mit fragwürdiger Wirkung. Insbesondere nach diesen Pressemitteilungen scheint nicht zuletzt das Image der betroffenen Kassen nachhaltig beeinträchtigt zu sein.