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Die großen privaten Klinikbetreiber sind weiterhin auf Wachstumskurs. Dies zeigen die zahlreichen Übernahmen von Krankenhäusern, die zum Teil mit dem Ziel der wirtschaftlichen Sanierung zum Kauf bereit stehen. Insbesondere die Klinikkonzerne wie Helios haben hieran an der Vergangenheit partizipiert. Helios hatte im vierten Quartal des vergangenen Jahres bei zwei großen Objekten den Einstieg erlangt: die private Klinikkette Damp in Wismar und das Katholische Klinikum Duisburg (KKD), letzteres nur mit einer Mehrheitsbeteiligung.
Ebenso erweiterten auch die Sana-Kliniken ihr Portfolio: Sie erhielten den Zuschlag für drei Krankenhäuser im bayerischen Landkreis Cham und wollen 74,5 Prozent der Anteile übernehmen. Sana will in den kommenden vier Jahren 6 Millionen Euro in die Kreiskliniken investieren.

Die Kaufpreise bei den einzelnen Objekten hängen neben der aktuellen wirtschaftlichen Lage auch stark vom Versorgungsschwerpunkt ab. Bei Kliniken, die in erster Linie viele schwerstkranke Patienten betreuen, wird eine hohe Einnahmensituation erwartet. Kaufpreise reichen bei den jüngst betrachteten Übernahmen vom 1-fachen bis zum 14-fachen des EBITDA.