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Während die gesetzlichen Krankenkassen – unter anderem aufgrund der konjunkturbedingt gestiegenen Einnahmen – im ersten Quartal 2011 einen Überschuss von rund 1,5 Mrd. Euro verzeichnen, geht Celesio für 2011 „inzwischen allein bei den direkten staatlichen Maßnahmen von Belastungen in Höhe von 120 Mio. Euro aus“ (Zitat des Vorstandschefs Fritz Oesterle).

Damit erweist sich das AMNOG aus Sicht der Krankenkassen als eine effektive Gesetzesnovelle. Vor allem durch höhere Rabatte der Apotheken und des Pharmagroßhandels (Zwangsabschlag zugunsten der Gesetzlichen Krankenversicherung) sind die Arzneimittelausgaben um 4,8 Prozent im 1. Quartal gesunken.

Den größten Überschuss erzielten die Ortskrankenkassen mit 627 Mio. Euro. Die Ersatzkassen erwirtschafteten 518 Mio. Euro, die Betriebskrankenkassen 113 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen 121 Mio. Euro.

Kommentar: Ein Überschuss kann die Bereitschaft bei den gesetzlichen Krankenkassen erhöhen, Geld an anderen Stellen zu investieren und ein offenes Ohr für neue Versorgungsmodelle zu haben. In diesem Jahr könnte es einfacher werden, als Hersteller oder Versorger mit Krankenkassen über  Modellverträge zu sprechen.