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Kritik am deutschen Gesundheitswesen kommt vom amerikanischen Managementtheoretiker und Wirtschaftsprofessor Michael E. Porter, der sich in den vergangenen Jahren auch mit seinen Vorschlägen zur Reform von Gesundheitssystemen einen Namen gemacht hat.

In einem Interview mit dem Stern bemängelt er, dass das jetzige System um die Ärzte herum organisiert sei. „Der Patient mit seinen Problemen geht in diesem System verloren, er wird nicht einbezogen, wenn es um seine Gesundheit geht.“

Trotz der vielen Krankenhäuser und Arztbesuche sei die Qualität der Behandlung bestenfalls mittelmäßig, wie z.B. bei Diabetes, Asthma und Herzerkrankungen, aber auch einige Krebsarten.

Porter fordert, dass die Behandlung und Versorgung sich am Krankheitsbild des Patienten orientieren muss. „Dazu gehören etwa integrierte Behandlungseinheiten, also spezialisierte, interdisziplinäre Teams, die eine Krankheit gemeinsam behandeln und die Behandlungsergebnisse messen.“

Nur eine Ausrichtung auf Qualität wird in Zukunft zu einer Eindämmung der Kosten führen, d.h. „Mehr Qualität kostet nichts.“ Dazu müssen „Krankenhäuser und Ärzte gesetzlich verpflichtet werden, die Ergebnisse ihrer Arbeit und die Kosten zu messen und diese veröffentlichen.“

[ilink url=“http://www.stern.de/gesundheit/management-guru-kritisiert-gesundheitssystem-mehr-qualitaet-kostet-nichts-1793143.html“]Link zur Quelle (Stern)[/ilink]