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Der neue Chef Kazuo Hirai, der am 1. April die Führung bei Sony übernommen hat, will im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 weltweit 10.000 Stellen (6 Prozent der Gesamtbelegschaft) abbauen. Das seit acht Jahren verlustreiche TV-Geschäft will er durch drastische Kostensenkungen sanieren und zugleich aber auch in neue Geschäftsfelder wie der Medizintechnik investieren. Die Sanierung des Konzerns werde im laufenden Geschäftsjahr 75 Mrd. Yen (gut 700 Mio. Euro) kosten. Etwa 3.000 Stellen fallen durch den Verkauf des Chemiegeschäfts weg. Wo die übrigen 7.000 Stellen gestrichen werden, wollte Sony noch nicht sagen.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/unternehmen/article/810331/medizintechnik-rueckt-sony-staerker-fokus.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]

Kommentar: Der japanische Elektronikkonzern Sony erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rekordverlust in Höhe von 4,9 Mrd. Euro. Dennoch will das Traditionsunternehmen seine Kernbereiche Digital Imaging, Spiele und Mobile zu den drei wichtigsten Säulen des Elektronikgeschäfts machen und so weiter stärken. Außerdem plant Sony mit dem Einstieg in die Medizintechnik ein neues Geschäftsfeld abseits der traditionellen Unterhaltungselektronik aufzubauen. Hier sucht Sony bereits nach Übernahmekandidaten. Inwiefern die Medizintechnik neue Wachstumsimpulse für Sony geben kann, bleibt gleichermaßen spannend wie fraglich. Allerdings warten in dieser Branche bereits mächtige Konkurrenten wie Siemens oder General Electric (GE), die sich bereits etabliert haben.