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Der wirtschaftliche Stellenwert der Gesundheitsbranche ist aufgrund ihrer Innovationskraft und ihrer Beschäftigungsintensität unbestritten. Bereits heute ist das Gesundheitswesen der größte Arbeitgeber in Deutschland und wird nach Prognosen des Bundeswirtschaftsministeriums in den nächsten Jahren weiter wachsen. Bis 2030 sollen mehr als sieben Millionen Menschen im Gesundheitswesen beschäftigt sein. Damit ist die Branche ein wesentlicher Wachstums- und Beschäftigungstreiber für die deutsche Volkswirtschaft.

Auch in diesem Jahr planen nach einer Studie des DIHK, Pharmafirmen, Medizinprodukthersteller, Pflegeheime und Krankenhäuser 70.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Allerdings steht dieser Entwicklung ein immer sichtbarer werdender Fachkräftemangel gegenüber. Dies gilt nicht nur für die personalintensiven Pflegeberufe, wobei ungeachtet der verschiedenen Aussagen zum Ausmaß der Unterdeckung Einigkeit darüber herrscht, dass die Schere zwischen Angebot und Nachfrage in den kommenden Jahren weiter auseinander gehen wird.

Auch in der Medizintechnik werden vielfach Ingenieure gesucht. Bereits heute berichten viele Unternehmen von Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Dabei ist diese Teilbranche des Gesundheitswesens aufgrund der hohen Geschwindigkeit an Innovationen – rund ein Drittel aller Produkte ist nicht älter als drei Jahre – sehr stark vom Fachpersonal abhängig.

National zählt die Medizintechnik zu den Branchen der Spitzentechnologie. Um auch ihren Weltmarktanteil, der bei rund 15 Prozent liegt, zukünftig verteidigen zu können, kommt der Gewinnung von qualifizierten Kräften in der innovationsgetriebenen Medizintechnikbranche eine entscheidende Bedeutung zu. Aus diesem Grund schicken einige Firmen inzwischen sogar Headhunter ins Ausland. Anderer Hersteller gehen Kooperationen mit Universitäten ein, um künftiges Fachpersonal branchennah auszubilden und um sich im Wettbewerb um die besten Talente erfolgreich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Damit der Personalmangel nicht zu einem Bremsklotz für das dynamische Wachstum der Branche wird, müssen sich die Medizintechnikunternehmen fragen, welche Instrumente zur Personalbeschaffung die richtigen sind.