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Für den Markt der bildgebenden Diagnostik hat das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan vor allem gute Wachstumsperspektiven für die dazugehörigen Dienstleistungen (Medical Imaging Services) prognostiziert. Im Rahmen einer aktuellen Studie schätzt das Unternehmen das Marktvolumen für deratige Dienstleistungen im Jahr 2010 auf über 6 Mrd. Dollar und rechnet in den nächsten fünf Jahren sogar mit einem Wachstum auf 10 Mrd. Dollar.

Zu diesen Dienstleistungen zählen klassich die Beschaffung, die Installation oder die Wartung von medizintechnischen Geräten wie Computertomographen, Magnetresonanztomographen etc. Im Zuge des medizinischen Fortschritts hat sich aber auch das angebotene Dienstleistungsbündel stetig weiterentwickelt und umfasst inzwischen eine Vielzahl von zusätzlichen Services wie bspw. das Anwendertraining, die Finanzierung, die Geräteerweiterung durch verschiedene Komponenten oder die Performance-Messung. Mit Hilfe dieser Dienstleistungen lassen sich, so die Analysten der Studie, bspw. die Ausfallzeit eines Gerät enorm verkürzen oder die Kosten für die Wartung deutlich reduzieren. In Summe seien Einsparungen von bis zu 20 Prozent über die Nutzungdauer betrachtet realisierbar.

Bedingt durch die gestiegene Anzahl von Serviceleistungen und sich ändernden Kundenbedürfnissen lässt sich dieser einst homogene Markt in Konsequenz als stark fragmentiert beschreiben. Denn mittlerweile bieten, neben dem entsprechenden medizintechnischen Fachpersonal eines Krankenhauses oder den Servicemitarbeitern der Hersteller, eine Vielzahl externer Unternehmen ihre Dienstleistungen zur Bewirtschaftung von CTs, MRs oder Röntgengeräten an.

Um infolge der Einsparbemühungen im Gesundheitswesen – insbesondere vor dem Hintergrund des Investitionsstaus in deutschen Krankenhäusern – und den daraus resultierenden niedrigeren Gewinnspannen in Zukunft einem Preiswettkampf zu entgehen, sollten die Service-Anbieter ihr Portfolio auf bestimmte wertvolle Dienstleistungen ausrichten. Diese sollten aus Sicht des Kunden einen besonders hohen Nutzen darstellen.

Für Akteure dieses Marktsegments dürfte vor diesem Hintergrund von Interesse sein, ob bestimmte Krankenhäuser eine Auslagerung der Medizintechnik oder einen Wechsel der Dienstleister planen. Zudem könnte angesichts einer geplanten Penetration des Marktes interessant sein, wie hoch der Anteil der Eigenleistung in Verhältnis zur Fremdleistung in verschiedenen Krankenhäusern ist. Oder konkret, welche Dienstleistungen bevorzugt als Fremdleistung vergeben werden.