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Der Anbieter von Medizin- und Hygienenprodukten, Lohmann & Rauscher, setzt seine Erschließung des chinesischen Marktes fort und gründet eine eigene Gesellschaft (L&R China) mit Sitz in Shanghai und Peking.

Bereits seit 2005 ist L&R auf dem chinesischen Markt, der als Wachstumsmarkt im Medizinprodukte-Segment (Umsatz mit Medizinprodukten in 2012: 13,4 Milliarden) gilt, aktiv. Zunächst mit einem Produktions- Joint Venture, dann ein Jahr später mit einem Vertriebs-Joint Venture.

Die neue Unternehmung geht aus dem bisherigen Joint Venture „Topamed“ mit dem chinesischen Partner „Shaoxing Zhengde Surgical Dressing Co. Ltd.“ mit rund 160 Mitarbeitern hervor und wird den Vertrieb über Händler fokussiert weiter ausbauen, so das Unternehmen.

Das Ziel ist nach L&R CEO Wolfgang Süßle klar definiert: „Mit der Gründung von L&R China gehen wir weiter in Richtung unseres erklärten Ziels, unsere starke Marke auf Basis erstklassiger Medizin- und Hygieneprodukte, als zuverlässiger Partner sowie als Problemlöser auch in China weiter auszubauen“.

Kommentar: Lohmann und Rauscher befindet sich auch wirtschaftlich auf Expansionskurs und hat im vergangenen Jahr eine halbe Milliarde Umsatz erzielt (2011: 470 Mio. Euro, +6,4%). Der Konzern verfügt bereits über Beteiligungen in 20 Ländern und baut nun sein Asien Engagement aus, wo er bereits in Indien, Thailand, Vietnam, Taiwan, den Philippinen, Malaysia oder Indonosien vertreten ist. China gehört zu den wichtigsten Exportländern der deutschen Medizintechnikbranche, die bereits heute 50 Prozent ihre Produkte exportiert.

Auch andere Unternehmen haben dies erkannt und setzen auf das bevölkerungsreichste Land, das durch die 2009 gestartete Gesundheitsreform 100 Milliarden Euro in den Ausbau der medizinischen Infrastruktur pumpen will. So äußerte Siemens in diesem Jahr, dass man in China über 700 Menschen einstellen werde.

Ferner haben die beiden US-amerikanische Medizintechnikunternehmen Stryker und Medtronic  ihre Präsenz ausgeweitet: Stryker hat mit Trausons Holding Co. für 764 Mio. Dollar den größten Hersteller von Trauma-Produkten in China und einen der führenden Hersteller von Produkten für die Wirbelsäule übernommen. Medtronic zahlte 755 Mio. Dollar für das chinesische Unternehmen Kanghui Holdings (KH). Auch Coloplast äußerte, dass es in den nächsten 3-5 Jahren Wachstum in den wichtigen Märkten außerhalb Europas (USA, Japan, Australien) vorantreiben und zudem in China expandieren will.

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