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Im Rahmen der Tagung des Bundesverbands Managed Care (BMC) in Leipzig warben Experten für berufsgruppenübergreifende Modelle, um die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.

Einig war man sich darüber, dass hausärztliche Arbeitskraft zukünftig zu knapp und auch zu teuer ist. Ein Lösungsansatz stellt aus diesem Grund die Substitution ärztlicher Leistungen dar.

Dr. Jürgen Faltin, Referatsleiter für Gesundheitsrecht im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, sprach sich zunächst für die Delegation ärztlicher Leistungen aus. Diese müsste sowohl im ambulanten wie auch stationären Bereich ausgeweitet werden – was wiederum Kosten senke, Ärzte entlaste und nicht zuletzt pflegerische Tätigkeiten aufwertet.

Kommentar: Die Notwendigkeit für die Delagation ärztlicher Leistungen resultiert aus dem Trend, dass es immer mehr Pflege- und Versorgungsbedürftige und weniger Ärzte gibt – besonders in ländlichen Regionen.

Das Versorgungsstrukturgesetz trägt dieser Entwicklung Rechnung und hat die Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf Alten- und Krankenpfleger in Modellprojekten festgeschrieben. Fokus der 8-jährigen Erprobungsphase ist zunächst die Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck, Demenz, chronischen Wunden sowie Diabetes Typ I und II.

Sollten erste Evaluationen aus den Pilotprojekten über den zeitlichen Aufwand und den finanziellen Bedarf beteiligter Personen vorliegen, kann darüber diskutiert werden, derartige Modelle in einen festen Bestandteil des Versorgungssystem zu überführen. Die Bedeutung von pflegerischen Kräften, die eigenverantwortlich auf eine Therapie chronischer Krankheiten hin handeln, wird jedenfalls deutlich steigen. Denn im Zuge des Beschluss können Pflegekräfte in bestimmten Fällen auch Heil- und Hilfsmittel verordnen.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/829661/managed-care-delegation-wagen.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]