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Dem Pflegeheimbetreiber Marseille Kliniken AG ist durch Geschäfte mit Gesellschaften, die dem Großaktionärs-Ehepaar Ulrich und Estella-Maria Marseille zuzuordnen sind, voraussichtlich ein „Schaden in Millionenhöhe“ entstanden. Dies geht aus einem Bericht der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ hervor.

Nach Recherchen der Zeitung schloss 2009 das Bauunternehmen Held Bau – an dem Estella-Maria Marseille beteiligt ist und das nicht zur MK-Gruppe gehört – mit einem Konkurrenten aus Halle, der zu einer türkischen Unternehmensgruppe gehört, vor dem Landgericht Neuruppin einen Vergleich. Danach verpflichtete sich die Held Bau, von August 2009 an ein Jahr lang monatlich 132.822,97 Euro an den Konkurrenten zu zahlen. Offensichtlich ist die MK AG für diese Zahlungen aufgekommen, wie aus einer Zahlungsaufstellung hervorgeht.

Des Weiteren liege der Verdacht nahe, dass die MK AG einer Gesellschaft der Aktionärin und Aufsichtsrätin Estella-Maria Marseille im Sommer 2010 den Altenpflegedienst AAP zu einem deutlich zu hohen Preis abkaufte. Die MK AG hatte damals 6,5 Millionen Euro gezahlt. Mitglieder des Aufsichtsrats genehmigten den Kaufpreis in einer Sitzung im Juni 2010, obwohl ihnen zu diesem Zeitpunkt der Brief eines Wirtschaftsprüfers vorlag, laut dem die AAP maximal 5,8 Millionen Euro wert sein sollte, so die „Wirtschaftswoche“.

[ilink url=“http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/marseille-kliniken-wirtschaftswoche-deckt-weitere-unserioese-geschaefte-auf/7790346.html“] Link zur Quelle (WiWo)[/ilink]