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Die Kosten für die Umsetzung des Sparprogramms haben den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merk KGaA im zweiten Quartal in die Verlustzone gedrückt. Nach Steuern weist der Konzern einen Verlust von 60,5 Mio. Euro aus.

Zwar konnte der Konzern im ersten seinen Umsatz um 7,3 Prozent auf 5.307 Mio. Euro (1. Halbjahr 2011: 4.947 Mio. Euro) steigern, doch fiel das EBITDA unter Berücksichtigung der Sondereffekte um 28,8 Prozent auf 1.028 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr 2012 waren Sondereinflüsse in Höhe von insgesamt 424 Mio. Euro angefallen, darunter 387 Mio. Euro für das von der Gruppe aufgelegte Effizienzsteigerungsprogramm „Fit für 2018“.

Aus regionaler Sicht erhöhte sich der Anteil der Emerging Markets und Nordamerikas an den Umsatzerlösen der Gruppe auf 34 Prozent bzw. 19Prozent (1. Halbjahr 2011: 33Prozent bzw. 18Prozent) aufgrund des schwächeren wirtschaftlichen Umfelds in Europa.

Das Unternehmen hatte im Mai angekündigt, in seiner Arzneimittelsparte bis 2014 rund 300 Mio. Euro einzusparen. Damit soll die im Vergleich zu Wettbewerbern zu schwache Profitabilität verbessert werden. Neben zu hohen Kosten plagen die Pharmasparte Serono Rückschläge in der Medikamentenentwicklung. Gespart werden soll bei Marketing, Vertrieb und Verwaltung (ca. 60 Prozent) sowie bei Forschung und Entwicklung (40 Prozent).

 [ilink url=“http://merck.online-report.eu/2012/qb/2/serviceseiten/willkommen.html“] Link zur Quelle (Merck KGaA)[/ilink]