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Das Schlafapnoesyndrom stört nicht nur den erholsamen Schlaf, es kann auch Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfälle zur Folge haben. An Schlafapnoe leiden etwa drei Prozent der deutschen Bevölkerung, insbesondere übergewichtete Männer im mittleren Alter. Betroffene sind häufig tagsüber müde, unkonzentriert oder schlafen unwillkürlich ein. Typisches Symptom der Schlafapnoe ist neben der ausgeprägten Tagesmüdigkeit auch lautes Schnarchen.

Mittels eines neuen Screenings der AnyCare GmbH sollen die Betroffenen einfacher diagnostiziert werden. Dazu wurde von der Firma Weinmann Geräte für Medizin GmbH und Co. KG eigens ein Gerät entwickelt, das die Atmung überwacht und bestehende Schlafstörungen aufzeigt. Das Gerät wird wie eine Armbanduhr um das Handgelenk angelegt und zeichnet über Nacht die relevanten Vitalparameter der Betroffenen auf. Die Auswertung der Daten übernimmt AnyCare, außerdem bieten sie Informationen und telefonische Beratung für Patienten an. Die Kosten sollen die Krankenkassen übernehmen, AnyCare bietet das Programm dieser Zielgruppe ab sofort an.

Kommentar: Der große Nachteil des Programms ist der Ausschluss des behandelnden Arztes. Schon früher sind ähnliche Programme daran gescheitert, dass der behandelnde Arzt sich nicht das Heft des Therapiemanagements aus der Hand nehmen ließ. Deshalb ist für die Industrie und die Entwicklern von Versorgungsprogrammen, die über Krankenkassen umgesetzt werden sollen, wichtig, die niedergelassenen Ärzte mit einzubeziehen. Ärztenetze können da eine Möglichkeit darstellen, diese Versorgungsprogramme effektiv umzusetzen. Die offene Frage dabei ist, wie Hersteller am Besten Zugang zu Ärztenetzen bekommen.

[ilink url=“http://www.anycare.de/ueber-uns/aktuelles/news-detailansicht/article/das-unerkannte-risiko-im-schlaf-anycare-setzt-neues-screening-bei-schlafapnoe-ein/?tx_ttnews[backPid]=744&cHash=fb0744815a“]Link zur Quelle (AnyCare GmbH)[/ilink]