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Die gesetzliche Krankenkasse DAK Gesundheit könnte sich zukünftig an den Ausschreibungen der Rabattverträge des Dienstleisters GWQ ServicePlus AG beteiligen. Diese Vermutung geht aus einem Bericht des Fachportals „Apotheke Adhoc“ hervor. Zwar gäbe es noch keine konkreten Pläne, aber bereits eine Annäherung.

Hintergrund der Spekulation ist, dass die DAK Gesundheit im Zuge der Fusionen mit der BKK Axel Springer und der BKK Gesundheit bereits über veränderte Rabattvereinbarungen verfüge. Während für die BKK Axel Springer die Rabattverträge der DAK gelten, blieben die Verträge der BKK Gesundheit dagegen bestehen.

Kürzlich schrieben zwar DAK und GWQ noch getrennt aus – zuletzt genannter sogar 216 Wirkstoffe mit einem Gesamtvolumen von über 900 Mio. Euro -,  doch könnte es künftig eine gemeinsame Ausschreibung geben, was im Wettbewerb der Krankenkassen beim Aushandeln der Rabattverträge hohe Wellen schlagen dürfte. Denn sollte die DAK zur GWQ stoßen, wären dies ca. 6 Mio. zusätzliche Versicherte, die den Kassendienstleister hinter der AOK (24 Mio.) zur zweitgrößten Nachfragemacht (14 Mio.) aufsteigen lassen würde.

Kommentar: Ob die drittgrößte deutsche Krankenkasse von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und künftig von der gestiegenen Verhandlungsmacht unter dem Dach der GWQ profitieren wird, bleibt abzuwarten. Von Interesse für die Hilfsmittelindustrie dürfte die Überlegung sein, ob die DAK Gesundheit diese Option auch für Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich in Erwägung zieht.

Zur Info: Nachdem die DAK im 2008 mit einer kleiner Ausschreibung zu Hüfthosen gestartet war, folgte 2012 eine Ausschreibung mit Inkontinenzprodukten in Apotheken und zuletzt im Mai eine weitere im Hilfsmittelmarkt mit Inhalationsgeräten.

[ilink url=“http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/dak-bald-neuer-rabatt-riese?page=full#text“] Link zur Quelle (Apotheke Adhoc)[/ilink]