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Mindestens 14 gesetzliche Krankenkassen wollen gegen den Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) klagen. Grund hierfür sei ein Methodenfehler in der Zuweisungsberechnung.

Unter den möglichen Klägern sind die elf regionalen Verbände der Allgemeinen Ortskrankenkassen, die Bahn BKK, die Deutsche BKK und auch die DAK-Gesundheit. Die Kassen fühlen sich um einen jährlichen Betrag in dreistelliger Millionenhöhe gebracht.

Die Berechnung für den kasseninternen Finanzausgleich ist seit längerem Gegenstand zum Teil heftiger Kritik. Zuletzt hatten sich mehrere Gutachter mit der Methodik und ihren Konsequenzen befasst und so die Forderungen nach einer Reform des Risikostrukturausgleichs befeuert.

Kommentar: Kritisiert wird von den klagenden Kassen, dass bspw. die Techniker Krankenkasse (TK) aufgrund ihrer übermäßig jungen und gesunden Versicherten von dem Morbi-RSA Methodenfehlern profitiert habe. Sie schütte derzeit lediglich die übermäßigen Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds aus.

Die Ortskassen führen an, dass bei einem 30-jährigen Versicherten im Schnitt 104 Prozent der Leistungsaufwendungen durch den Fonds gedeckt würden. Der Deckungsgrad sinke aber mit zunehmenden Alter der Versicherten. So würden Kassen mit höheren Anteilen älterer Menschen  – wie es bei den AOKen der Fall ist – benachteiligt.

Schon bei der Einführung des Morbi-RSA 2009 gab es viele Diskussionen. Denn aufgrund der finanziellen Wirkung ist die Liste zwischen Wissenschaftlern, dem BVA und den Kassen umstritten. Auf der Liste für den Morbi-RSA stehen 80 Krankheiten.

[ilink url=“https://www.bibliomed.de/news/-/content/detail/772599″] Link zur Quelle (Bibliomed)[/ilink]

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