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Der Bundesverband niedergelassener Fachärzte (BVNF) hat mit dem Krankenkassenkummerkasten (Link zur Website) ein neues Portal gestartet. Auf der Plattform können Versicherte ihre Fälle schildern und einer Kasse zuordnen. Die Themenfelder reichen von ambulanter Behandlung über Hilfsmittel bis zu Medikamenten, Reha oder Zusatzleistungen.

„Wir erhoffen uns, dass damit auch Politiker und Verbände, aber auch die Krankenkassen selber auf dieses Problem aufmerksam werden und ihren Patienten wieder das zukommen lassen, was für ihre Gesundheit und Genesung notwendig ist,“ so BVNF-Sprecher Dr. Wolfgang Bärtl, selbst niedergelassener Orthopäde.

Das Angebot solle aber kein Pranger zur Bloßstellung und Bestrafung von Krankenkassenverfehlungen sein, vielmehr gehe es darum, dass sich die Betroffenen emotionslos austauschen und informieren können. Dazu wollen die Betreiber des Portals sicherstellen, dass die Beiträge von Versicherten sachlich bleiben und Verfasser nicht der Versuchung erliegen, Mitarbeiter von Kassen, medizinischem Dienst etc. namentlich zu nennen oder diese gar zu beschimpfen.

Kommentar: Eine Motivation zur Schaffung der neuen Plattform besteht nach Angaben der Betreiber in dem gewonnenen Eindruck, dass Leistungsverweigerungen der Kassen zugenommen haben und dabei das Ablehnungsverhalten zunehmend standardisiert wurde. Die Schaffung von Transparenz soll hierbei den Druck auf die Krankenkassen erhöhen. Entscheidend ist aber, wie das Portal sicherstellt, dass nur authentische Beschwerden der Nutzer dargestellt werden.

Das Portal scheint mit der Thematik jedenfalls den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Erst kürzlich wurde in verschiedenen Medienberichten darüber geschrieben, dass Krankenkassen jährlich in Hunderttausenden Fällen Zahlungen an ihre Versicherten für Krankengeld, Reha oder Hilfsmittel abgelehnt haben. In den Berichterstattungen wird vermutet, dass die Kassen auf diese Weise Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten vermeiden wollen.

[ilink url=“http://www.krankenkassenkummerkasten.de/“] Link zur Quelle (Bankkaufmann.com)[/ilink]