Seite auswählen

Die Telemedizin erfreut sich bei britischen Hausärzten einer wachsenden Beliebtheit: Zehntausende britische Patienten werden schon heute regelmäßig von Ärzten mittels Internet und Telefon betreut.

Im internationalen Vergleich fällt auf, dass die Briten offenbar deutlich positiver gegenüber Telemedizin eingestellt sind als dies zum Beispiel in Deutschland der Fall sei, so ein Bericht der Ärzte Zeitung.

Im Dezember 2011 hatte das Gesundheitsministerium unter dem Titel „Three million lives“ eine Kampagne für Ferndiagnose gestartet und rund 36 Millionen Euro investiert.  Ziel der Kampangne, in dessen Schwerpunkt Patienten mit chronischen Erkrankungen stehen, ist es, dass drei Millionen Patienten in Großbritannien von einer verstärkten Einbindung der Telemedizin profitieren könnten.

Kommentar: Der NHS steht spätestens seit Beginn der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 unter Spardruck. Mit den Investitionen in die Telemedizin will der NHS die Zahl der Praxis- oder Klinikbesuche verringern und so Kosten einsparen. Auch in restlichen Europa sind die Aussichten vielversprechend: Telemedizinische Anwendungen werden in den nächsten Jahren ein enormes Wachstum erleben und zu einem der wichtigsten Zukunftsmärkte im Gesundheitssektor werden. Expertenschätzungen gehen bis zum Jahr 2010 von einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 42 Prozent pro Jahr in Europa aus, entsprechend einem Anstieg des Marktvolumens auf 1,5 Milliarden Euro.

In Deutschland kommen viele geförderte Projekte allerdings nicht über den Charakter einer Insellösung hinaus. Die Vergütung und Abrechnung stellt oft noch ein Hindernis für die Einführung von Telemedizin dar. Viele dieser Projekte werden daher nach dem Förderungszeitraum nicht mehr betrieben. 

 

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitspolitik_international/article/831136/grossbritannien-telemedizin-bald-regel.html„]Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]