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Die Zahl der Apotheken in Filialgruppen ist laut ABDA 2011 weiter gestiegen. Inzwischen werden rund 30 Prozent der Apotheken in Filialverbünden mit zwei bis vier Betriebsstätten betrieben. Konkret stellt sich das Bild wie folgt dar: 4194 Apotheken werden in 2er-Verbünden (19,8 Prozent) betrieben, 1536 in 3er-Verbünden (7,2 Prozent) und 720 in 4er-Verbünden (3,4 Prozent). 

Graphik: Entwicklung der Apotheken in Deutschland

Der Trend zu mehr Apotheken-Schließungen ist dennoch unverkennbar: Seit drei Jahren sinkt die Apothekendichte – mit zunehmender Geschwindigkeit. Während die Zahl der Apotheken in Deutschland im vergangenen Jahr um 1 Prozent auf 21.238 zurückgegangen ist, ist die Anzahl der in Filialen betriebenen Apotheken um 5,3 Prozent gestiegen – besonders die in 3er-und 4er-Verbünden betriebenen Apotheken verzeichnen zweistellige Zuwachsraten.

Kommentar: Die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) anvisierten Erleichterungen für Filialverbünde wurden im Rahmen der Novellierung der Apothekenbetriebsordnung endgültig gestrichen, obwohl dies eine wachsende Anzahl von Filialapotheken (17,2 Prozent aller Betriebsstätten) betrifft. Die zuvor geplante Erleichterung für Filialapotheken, wonach diese auf ein Labor einschließlich des Herstellungsbereiches verzichtet hätten können, wenn die erforderlichen Prüfungen und Rezepturanfertigungen von der jeweiligen Hauptapotheke übernommen werden, findet keine Anwendung. Neugründungen vom Apotheken finden allerdings überwiegend im Zuge von Filial-Apotheken statt. Hier wird das Einsparpontential für Apothekenbesitzer durch das Betreiben im Verbund von der Politik nicht realisiert.

[ilink url=“http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/apothekenpraxis/30-prozent-in-filialverbuenden“] Link zur Quelle (Apotheke Adhoc)[/ilink]