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Auf die Großhändler kommt eventuell eine sehr kostenintensive Umstellung ihrer Logistik zu: Mit der Umsetzung einer EU-Richtlinie sollen die Großhändler verpflichtet werden, die Temperatur der Arzneimittel permanent zu kontrollieren und konstant zu halten. Zudem könnte eine zweite Vorgabe – die Fälschungsrichtlinie – mit der der lückenlose Transport aller verschreibungspflichtigen Arzneimittel kontrolliert werden soll, für weitere Kosten sorgen.

Im Falle der sog. GDP-Richtlinie (Good Distribution Practice) müssten die Großhändler und ihre Subunternehmer dann ihren kompletten Fuhrpark umrüsten. Gerechnet wird mit Kosten von 4000 bis 5000 Euro pro Fahrzeug. Insgesamt geht es um zusätzliche Kosten von bis 80 Mio. Euro. Bei der Fälschungsrichtilinie müssten die Großhändler gewährleisten, dass der Weg jeder einzelnen Packung genau überwacht wird. Hier wird insgesamt mit Kosten in Höhe von europaweit 636 Mio. Euro für die Branche gerechnet  Die deutschen Großhändler müssten davon rund 50 Mio. Euro tragen.

Kritik kommt diesbezüglich vom Bundesverband Phagro, der diese Vorgabe für übertrieben hält und auf Stresstests von Arzneimitteln bei der Herstellung und kurze Lieferzeiten der Großhändler verweist. Zwar habe der Verband keine Forderungen an die Politik geäußert, jedoch sei eine Überprüfung einer Honorarsteigerung im Falle der Umstellung notwendig.

[ilink url=“http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/grosshaendlern-droht-millionenloch“] Link zur Quelle (Apotheke Adhoc)[/ilink]