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Transaktionen in der Gesundheitswirtschaft mit der Beteiligung von Private Equity Gesellschaften erleben auch im kommenden Jahr einen Aufschwung. Nach einer Roland Berger-Studie zählt die Healthcare Industrie (61%)  für Private Equity-Investorenneben neben Konsumgüter und Handel (63%) sowie Technologie und Medien (55%)  zu denwichtigsten Zielindustrien. Verlierer sei vor dem Hintergrund der Energiewende der Energiesektor.

Der Studie zufolge erwarten ganze 82 Prozent der Marktakteure, dass die Firmenakquisitionen mit Beteiligung von Private Equity-Gesellschaften 2014 steigen werden. Denn 2013 entwickelten sich die PE-Aktivitäten weniger gut als vermutet. So investierten PE-Investoren in den ersten neun Monaten des Jahres rund 22,5 Milliarden Euro europaweit. 2012 waren es im gleichen Zeitraum knapp 27 Milliarden Euro gewesen. „Wegen der hohen Preiserwartungen der Verkäufer kamen im Jahr 2013 weniger Transaktionen zustande als erwartet“, erläutert Gerd Sievers, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. „Dieses Jahr gehen wir davon aus, dass sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern deutlich annähern werden.“

Die meisten Transaktionen betreffen der Studie zufolge mittelständische Unternehmen bei einem Akquisitionsvolumen von maximal 250 Millionen Euro. Hinsichtlich der Akquiseform gehen die befragten Investoren allen voran von Mehrheitsbeteiligungen an familiengeführten Unternehmen (59%) sowie Abspaltungen von Tochtergesellschaften aus Großkonzernen (51%) aus. Eine kleinere aber immer noch signifikante Rolle werden Übernahmen von anderen Investoren, die Secondary Buy-outs, spielen (45%).

Kommentar: Im Gesundheitssektor zeigte sich in den letzten Jahren, dass sich immer mehr Private-Equity-Unternehmen für interessante Targets entschieden haben. Die Argumente liegen für viele Investoren auf der Hand: Relative Unabhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen, ein steigender Bedarf aufgrund demographischer aber auch epidemiologischer Effekte sowie höhere Planungssicherheit im Vergleich zu sonstigen ”Trendprodukten” im Consumerbereich.

Beispiele für Private Equity Transaktionen in 2014 gibt es viele, allein im Februar die folgenden: In dieser Woche kaufte das britisches Private-Equity-Unternehmen Cinven das Pharma-Auftragsforschungsinstitut Medpace. Die Private Equity Gesellschaft PBM Capital gab Mitte Februar bekannt, den Homecare-Geschäftsbereich von GE mit der schwedischen Tochtergesellschaft Breas Medical AB erworben zu haben. Die Private Equity Gesellschaft Thoma Bravo verkündete am 5. Februar, dass sie den E-Procurementanbieter Global Healthcare Exchange (GHX) übernehmen wird. 

[ilink url=“http://www.presseportal.de/pm/32053/2666251/-european-private-equity-outlook-2014-82-prozent-der-befragten-erwarten-starke-zunahme-der-private“] Link zur Quelle (Roland Berger)[/ilink]