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Aus Sicht der Kassenfunktionäre sind die ambulante Versorgung, die stationäre Pflege und die Krankenhäuser die größten Kostentreiber in der Gesetzlichen Krankenversicherung und damit dafür verantwortlich, dass trotz der derzeit guten Finanzsituation langfristig die finanzielle Belastung wieder steigen wird. Gleichzeitig sehen sie in diesen Bereichen aber auch das größte Einsparpotenzial. Dies geht aus einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft PWC  hervor.

Als Folge dieser Entwicklung erwarten die befragten Kassenfunktionäre, dass die Zahl der Krankenkassen von derzeit 134 weiter sinken wird. Zwei Drittel der Befragten rechnen für die Zukunft mit 40 bis 100 Krankenkassen. Nur ein Drittel glaubt an eine höhere Kassenzahl.

Kommentar: Die Aussage, dass die Anzahl der Krankenkassen sich in der Zukunft zwischen 40 und 100 bewegen wird, ist nicht sehr gewagt, da es eine sehr weite Spanne umfasst. Tatsächlich ist die Zahl der Kassen aufgrund von Schließungen und Fusionen in 2011 um sieben gesunken. Weitere sieben Fusionen zum Jahresbeginn 2012 und drei weitere Fusionen haben die Anzahl der Kassen auf derzeit 134 reduziert. Eingeordnet in einen größeren zeitlichen Kontext, lässt sich festhalten, dass der Konzentrationsprozess bei den Kassen voranschreitet, wenn auch etwas langsamer als bisher.

Betrachtet man den GKV-Markt unter der von Ex-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt einst vorgegebenen Zielgröße von maximal 50 Krankenkassen, lohnt sich ein Blick auf die Versichertenanzahl: Nur 62 aller Kassen verfügen über mehr als 50.000 und nur 26 über eine relevante Marktgröße von über 500.000 Versicherte. Ein knappes Drittel der 109 Betriebskrankenkassen ist zudem geschlossen und nur für Firmen- und deren Familienangehörige zugänglich.

[ilink url=“http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&type=0&no_cache=1&Nachricht_ID=49630&Nachricht_Title=Nachrichten_Kassenfunktion%E4re+sehen+Schwarz“] Link zur Quelle (Pharmazeutische Zeitung)[/ilink]