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Das Thema qualitätsorientierte Krankenhausfinanzierung lässt die Krankenkassen nicht los. In einem Interview mit dem AOK Mediendienst sagt Uwe Deh, geschäftsführender Vorstand:  „Es muss den Krankenkassen künftig möglich sein, qualitativ gute Krankenhäuser besser zu bezahlen, dafür aber andere gar nicht. Wir wollen Direktverträge mit Krankenhäusern, die gute Qualität vorweisen. “ Auch sieht er Überkapazitäten, ineffiziente Strukturen und „alle Formen schlechten Managements teuer alimentiert“.

Die AOK wolle für ihre Versicherten künftig Verträge für bestimmte planbare Eingriffe mit den Krankenhäusern abschließen, die eine gute Qualität bei Operationen vorweisen. Den Qualitätsnachweis will er mit Routinedaten (QSR) der AOK messen. Zudem sieht er die Notwendigkeit Mindestfallzahlen für bestimmte Verfahren in Krankenhäusern einzuführen.

Kommentar: Die Krankenkassen lassen bei dem Thema qualitätsorientierte Krankenhausfinanzierung nicht locker. Über den Weg von Einzelverträgen wollen Sie „schlechten“ Krankenhäusern den finanziellen Hahn abdrehen. Zuvor muss aber eine breite Qualitätsdiskussion geführt werden und dazu sollten die Krankenkassen ihre Daten veröffentlichen, bzw. mit ihren Auswertungen auf die Krankenhäuser und ihre Träger zugehen. Denn das Ziel sollte nicht das Aus von Krankenhäusern sein, sondern die Verbesserung von „schlechten“ Krankenhäusern. Solange die Qualität von Krankenhäusern von den Krankenkassen nicht nachvollziehbar dargestellt wird, bleibt die Diskussion ein Sturm im Wasserglas.

[ilink url=“http://www.aok-bv.de/politik/reformaktuell/index_09158.html“]Link zur Quelle (AOk Mediendienst)[/ilink]