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Nachdem in diesem Jahr die Zahl der Apothekenschließungen zugenommen hat, stellt sich für viele Apotheken und deren Interessensvertretungen die Frage nach der zukünftigen Strategie. Auch wenn die Interessensverbände nicht müde werden, mehr Geld für Apotheken zu fordern, könnte die Zukunft eher in einem grundsätzlich anderen  Finanzierungsmodell liegen.

Die niederländische Apothekervereinigung hat in einem Vortrag beim Symposium des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU) in Berlin angeregt, den Apotheker für die Beratung statt pro abgegebener Packung zu bezahlen. „Apotheker müssten ein fester Bestandteil der nationalen Gesundheitssysteme sein und keine Arzneimittellogistiker“, sagte der Präsident der königlich niederländischen Gesellschaft zur Förderung der Pharmazie, Jan Smits.

Die Rolle des Apothekers müsste viel mehr als Heilberufler definiert werden, der sein Wissen zum Nutzen der Patienten einsetzt. „Solange ihr Honorar an die Arzneimittel gekoppelt sei, blieben sie europaweit in einer Abwärtsspirale, sowohl bei der Honorierung als auch im Ansehen bei Politikern und Gesellschaft. Wenn die Apotheker für intellektuelle Leistungen honoriert würden, dann seien sie auch weniger betroffen von Sparmaßnahmen.“

[ilink url=“http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?type=0&id=38295″]Pharmazeutische Zeitung vom 20.06.2011[/ilink]