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Das AMNOG (Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes) schreibt Preisverhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Pharmaherstellern vor. Ein wichtiges Ergebnis sind vereinbarte Rabatte, diese sollen nach den Wünschen der Pharmaindustrie geheim bleiben. Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) befürchtet, wenn der vereinbarte Rabatt öffentlich werden sollte, könnten sich die Preise für Arzneien in ganz Europa in einer Spirale nach unten bewegen. Da die vereinbarten Preise für neue Medikamente jedoch auch für die private Krankenversicherung, Selbstzahler und die Beihilfe gelten, könne es eine absolute Geheimhaltung nicht geben, argumentieren die Kassen.

Kommentar: Wenn sich die pharmazeutische Industrie  mit ihrem Wunsch durchsetzt, würde das in Zukunft sicherlich auch Auswirkungen auf Verhandlungen im Bereich Hilfsmittel haben. Sollte die Geheimhaltung darüber hinaus Gesetz werden, würde sich damit ein neuer Verhandlungsstil etablieren. Als nächster Schritt könnte dann möglicherweise  auch das Beitrittsrecht für Leistungserbringer zu Verträgen nach § 127 (2) in Frage gestellt werden, das den Krankenkassen schon lange ein Dorn im Auge ist.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/article/804142/pharmaunternehmen-dringen-geheime-rabatte.html“]Link zur Quelle (Ärztezeitung)[/ilink]