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Der Krankenhauskonzern Asklepios kann seinen Anteil am Konkurrenten Rhön-Klinikum vorerst nicht auf über zehn Prozent aufstocken. Das Bundeskartellamt habe Vorbehalte gegen das Vorhaben von Asklepios.

Aufgrund der Satzung von Rhön gehen mit zehn Prozent der Aktien bereits wettbewerblich relevante Rechte einher. Die beteiligten Unternehmen sowie zum Verfahren beigeladene Dritte haben nun die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Eine finale Entscheidung wird jedoch erst im Januar getroffen.

Kommentar: Die Motivation des drittgrößten Klinikbetreibers Asklepios ist klar: Mit mehr als 10 Prozent Aktienanteil an Rhön-Klinikum hat Asklepios eine Sperrminorität. Denn beim Rhön-Klinikum sind laut Satzung mehr als 90 Prozent Zustimmung bei wichtigen Entscheidungen nötig.

Mit der aufgestockten beteiligten hätte also Asklepios die Möglichkeit einen Zusammenschluss zwischen Fresenius und Rhön erneut zu verhindern. Bereits im letzten Jahr war die 5-Prozent Beteiligung von Asklepios eine zu hohe Hürde für Fresenius. Die 3,1 Mrd. schwere Übernahme scheiterte, weil die Mindestannahmequote von 90 Prozent nicht erreicht wurde.

[ilink url=“http://www.kma-online.de/nachrichten/politik/id__30067___view.html“] Link zur Quelle (kma-online)[/ilink]