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Bei der geplanten Übernahme der Rhön Klinken durch Helios könnten mehrere Probleme bevorstehen: Voraussetzung für eine gelungene Übernahme ist grundsätzlich, dass Helios 90 Prozent (plus 1 Stimme) der Rhön-Aktien erhält.

Problematisch wäre nun, wenn einige Kleinaktionäre (Privatanleger halten 15 Prozent der Rhön-Anteile) es verpassten, ihre Aktien anzudienen. Auch Index-Fonds, die rund 3 Prozent an Rhön halten, dürften auf die Offerte nicht reagieren, so lange der Klinikbetreiber in dem Nebenwerteindex notiert ist. Der zweitgrößte Rhön-Aktionär, der schwedische Pensionsfonds Alecta (hält knapp 10 Prozent an Rhön), verhält sich auch zunächst neutral: „Wir prüfen das Angebot und können derzeit noch nicht sagen, was wir tun werden“, sagte ein Sprecher des Fonds. Die meisten Beteiligten gehen davon aus, dass Helios nur dann die Mindestannahmequote erreicht, wenn der Rhön-Vorstand den Aktionären ausdrücklich empfiehlt, die Offerte anzunehmen. „Ohne die Unterstützung des Rhön-Managements sind die 90 Prozent nicht zu schaffen“, sagt ein Beteiligter.

Derweil prüfe Rhön im Rahmen einer Studie („Fairness Opinion“), ob das Kaufangebot von Helios angemessen ist. Über andere Optionen als den Verkauf an die Fresenius-Tochter berät Rhön aktuell mit Banken. Eine Gegenofferte der Mitbewerber Asklepios und Sana sei diesbezüglich nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich.

[ilink url=“http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/krankenhausmarkt-rhoen-deal-wird-fuer-fresenius-zur-harten-nuss-seite-all/6600356-all.html“] Link zur Quelle (Handelsblatt)[/ilink]