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Auf der am 12. Juni abgehalten Hauptversammlung der Rhön-Klinikum AG schwor der neue Vorstandsvorsitzende Dr. med. Dr. jur. Martin Siebert die Aktionäre auf den zukünftigen Fahrplan der Gesellschaft ein.

So zeigte sich Siebert trotz der schlechten Ertragslage für die nächste Periode optimistisch. Er betonte nochmals, dass sein absolutes Augenmerk auf der Verbesserung der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung liege. Zwar stieg die Zahl der Patienten und somit der Umsatz um jeweils 10 Prozent, dennoch folgte auf den massiven Gewinneinbruch im Vorjahr in Höhe von 42,9 Prozent ein weiterer Einbruch im ersten Quartal 2013 um weitere 29 Prozent auf 24,3 Mio. Euro. Siebert sehe den Grund in den Preisabschläge bei Mehrleistungen und in  der gescheiterten Übernahme durch Fresenius. Diese habe das Ergebnis belastet, „weil dies notwendige strukturelle Änderungen verhindert habe.“

Um ein weiter überdurchschnittliches organisches Wachstum sicherzustellen, hat Rhön zudem das Programm „ImPuls“ aufgelegt, um eine konzernweite Medizinstrategie und eine über alle Standorte hinweg intensivere Patienten- und Einweiserbindung sicher zu stellen. Auch soll durch den Eintritt in den Markt für betriebliche Zusatzversicherungen, die den Versicherten von Partnerunternehmen in Rhön Kliniken einen Privatversichertenstatus zusichert, weiteres Wachstum ermöglicht werden. Dabei soll auch mit dem Konkurrenten Helios kooperiert werden, der mit der Heliosplus-Card einen ähnlichen Service bietet.

Kommentar: Die auch am gleichen Tag gekippte niedrige Sperrminorität dürfte die Diskussion über eine Übernahme der Rhön-Kliniken AG weiter beflügeln und im Markt  für Bewegung sorgen, da diese ein großes Hindernis für potenzielle Übernahmeinteressenten darstellte. Zumindest bei der Aktie des Klinkbetreibers sorgte diese Meldung am nächsten Morgen für einen Kurssprung in Höhe von 9 Prozent.

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