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Für den insolventen Rollstuhlhersteller Meyra ist noch keine Entscheidung über die Zahl der künftigen Arbeitsplätze getroffen worden. Dennoch: Der Geschäftsbetrieb der Unternehmensgruppe Meyra Ortopedia läuft nach Aussage des Insolvenzverwalters Hans-Peter Burghardt stabil. Die Umsatzentwicklung entspreche aktuell der Planung, auch die Beziehungen zu den Kunden seien intakt, so Burghardt.

Nach aktueller Einschätzung ist aber auch klar: Das Unternehmen braucht einen Partner. Derzeit lägen bereits Anfragen potentieller Investoren vor.

Kommentar: Der Rollstuhlmarkt befindet sich derzeit im Wandel. Neben der Insolvenz des Tradionsunternehmens Meyra, das wohl zu lange an unprofitablen Strukturen festgehalten hat, gab es in der jüngeren Vergangenheit einige Eigentümerwechsel. Sunrise Medical, Anfang der Neunziger in Deutschland durch die Übernahme von Sopur aktiv geworden, wurde von der in den USA ansässigen Private Equity Gesellschaft Vestar Capital Partners an Equistone Europe Partners weitergegeben. Permobil wurde erst vor einem Monat von Nordic Capital für über 600 Mio. Euro an den schwedischen Investor AB veräußert. Der umsatzstärkste Wettbewerber Invacare kämpft momentan mit einem stagnierendem Geschäft.

Als potentieller Kandidat für die Übernahme von Meyra wird derzeit auch die Firmengruppe Otto Bock diskutiert, die über genügend Kapital verfügen würde. Erst vor kurzem kaufte der Weltmarktführer in der technischen Orthopädie/Prothetik (4000 Mitarbeiter) 80 Prozent des finnischen Yachten-Herstellers Baltic Yachts. 

[ilink url=“http://rollingplanet.net/2013/05/08/also-doch-meyra-ortopedia-braucht-einen-partner-zum-ueberleben/“] Link zur Quelle (Rollingsplanet.de)[/ilink]