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Indien will die ärmeren 50 Prozent seiner etwa 1,2 Milliarden Bürger künftig kostenfrei mit Medikamenten versorgen. Der indische Premierminister Manmohan Singh hat angekündigt, dass ab Oktober jedem Bedürftigen im Land Medikamente zur Verfügung gestellt werden, bis April 2017 soll gut die Hälfte der Bevölkerung versorgt worden sein.

Das Vorhaben ist Teil des Gesundheitsprogramms und hat insgesamt ein Volumen von 5,4 Mrd. Dollar. Die Pläne seien bereits im vergangenen Jahr verabschiedet, bislang aber nicht veröffentlicht worden, sagten Regierungsvertreter am Mittwoch.

Für internationale Pharmakonzerne wie Bayer , Pfizer , GlaxoSmithKline  oder Merck  dürfte dies ein schwerer Schlag sein. Indien gilt als Wachstumsmarkt. Die Verschreibung von Originalmedikamenten soll künftig aber sanktioniert werden. Ärzte bekommen von der Regierung eine Liste mit Generika, die sie ausgeben dürfen. Profitieren dürften Generika-Hersteller wie Dr. Reddy’s oder Cipla.

Dies ist bereits der zweite Rückschlag für die Pharmabranche: Erst im März hatte das indische Patentamt dem Pharmakonzern Bayer die Patente für sein Krebsmittel Nexavar entzogen. Die Regierung erteilte erstmals eine sogenannte Zwangslizenz für ein Nachahmerpräparat.

[ilink url=“http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:pharma-markt-inder-sollen-kostenlose-generika-erhalten/70059173.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/unternehmen“] Link zur Quelle (Financial Times Deutschland)[/ilink]