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Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen hat in einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden, dass eine Krankenkasse die Prüfung der medizinischen Erforderlichkeit durch den MDK innerhalb von sechs Wochen nach Eingang der Rechnung einleiten muss.

Der Fall: Ein Arzt hatte seiner GKV-Patientin eine Krankenhausbehandlung verordnet, da diese am Schlaf-Apnoe-Syndrom litt. Die kardiorespiratorische Polysomnographie wurde im Rahmen der Krankenhausbehandlung durchgeführt. Zwischen dem Krankenhausträger und der beklagten Krankenkasse gab es nun Streit, ob dazu eine stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig war oder die Schlaflabordiagnostik ambulant durchgeführt werden konnte.

Eine Behandlung im Krankenhaus sei im konkreten Fall nicht erforderlich gewesen, meinten die Richter. Allerdings hätte die Krankenkasse spätestens sechs Wochen nach Eingang der Rechnung die Prüfung durch den MDK einleiten müssen. Dies war nicht geschehen, daher müsse sie zahlen, urteilte das LSG.