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Mehr als drei Viertel der Krankenhäuser in Deutschland haben Schwierigkeiten, ihre Managerpositionen zu besetzen. Am schlimmsten treffe dies kleine Häuser mit bis zu 250 Betten und Kliniken privater Träger. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Klinikmanagement 2012″, für die Unternehmensberatung Rochus Mummert Hundert Geschäftsführer, Verwaltungsleiter und Direktoren deutscher Kliniken befragt hat.

In kleineren Kliniken mit bis zu 250 Betten und privaten Krankenhäusern sei die Lage besonders kritisch: In beiden Gruppen klagen jeweils 82 Prozent der Befragten über das Problem fehlender Führungskräfte. In Häusern öffentlicher Träger sind es 79 Prozent. Etwas weniger dramatisch scheint die Lage in Krankenhäusern freigemeinnütziger Träger zu sein. Doch auch hier geben 68 Prozent an, Probleme bei der Besetzung von leitenden Positionen zu haben.

„“Die Gesundheitsbranche hat großen Nachholbedarf bei der Ausbildung von Führungskräften. Die Klinikchefs müssen begreifen, dass ihre Häuser wirtschaftliche Betriebe sind, in denen es auf die Managementqualitäten der Verantwortlichen ankommt.“ sagt Dr. med. Peter Windeck, Studienleiter und Partner der Personalberatung Rochus Mummert.

Kommentar: Die Studie zeigt, dass sich der Fachkräftemangel in deutschen Kliniken nicht nur unter Ärzten und beim Pflegepersonal bemerkbar macht. Wenn kaufmännisch ausgebildete Führungspersönlichkeiten fehlen, ist dies besonders in Zeiten steigender Kosten und zunehmender Regulierung ein entscheidender Wettbewerbsnachteil. Der Personalmangel äußerst sich darin, dass im Klinikalltag die Krankenhaus-Chefs einen Großteil ihrer Arbeitszeit für operative Aufgaben aufwenden müssen und infolgedessen wichtige strategische Entscheidungen auf der Strecke bleiben. 

[ilink url=“http://www.presseportal.de/pm/82267/2350531/studie-personalnotstand-in-chefetagen-deutscher-kliniken“] Link zur Quelle (Presseportal)[/ilink]