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Eine Studie in Zusammenarbeit der Universität von San Francisco (UCSF) und des New York City Department of Health and Mental Hygiene zeigte dass medizinische Verfahren und Untersuchungen bessere Gesundheitsergebnisse erzielen, wenn der Arzt nach dem Erfolg der Behandlung und nicht nach der Menge der durchgeführten Behandlungen bezahlt wird.

„Durch den Fokus auf den Behandlungserfolg würden sich Ärzte verstärkt auf hochqualitative Behandlungsformen konzentrieren und Grundversorgungsformen nachrangig behandeln“, sagt Naomi Bardach, Juniorprofessorin an der UCSF für Pädiatrie. Ziel sei es somit einen Anreiz zur besseren medizinischen Versorgung von Patienten zu schaffen. Dazu wurde testweise das Entlohnungssystem von teilnehmenden Ärzten, mit einem hohen Anteil von Medicaid Patienten, auf ein stufenweises „Pay for performance“-Modell umgestellt. So erhielten sie für jeden gesunden eingeschriebenen Patienten finanzielle Mittel. Zudem gab es weitere Zuschläge für die Betreuung von gesunden und schwer zu behandelnden, komorbieden Patienten. Nach Bardach würde man das Hauptproblem von „Pay for performace“-Modellen, nämlich dass Ärzte verleitet sind lediglich gut und einfach zu behandelnde Patienten zu betreuen, umgehen, indem man ihnen für die komplexere Arbeit mit Risikopatienten höhere Zahlungen leistet.

Die Ergebnisse zeigten, dass in der Untersuchungsgruppe eine zwei- bis achtfache höhere Verbesserung der Gesundheitslage zu erkennen war als in der Kontrollgruppe. Nach Ansicht der Autoren ist eine solche Steigerung sehr beachtlich. Wenn durch verstärkte Anstrengungen in der Prävention lediglich 5 Prozent der Patienten keine schwerwiegende und damit kostenintensive Erkrankung erleiden würden, wäre dies ein voller Erfolg. Es bedarf jedoch noch weiterer Forschung um Langzeiteffekte genauer untersuchen zu können.

Kommentar: Auch in der von 2008 bis 2009 durchgeführten DYSIS-Studie konnte aufgezeigt werden, dass in Gesundheitssystemen die zielorientiert vergüten es den Patienten besser geht, diese Behandlungsformen aber auch kostenintensiver sind. Jedoch ist es oftmals so, dass Ärzte dabei starke Nebenwirkungen von Medikamenten in Kauf nehmen, um bestimmte Zielvorgaben zu erreichen. Daher bedarf es tatsächlich langfristig angelegter Untersuchungen um die Höhe der Über- bzw. Unterlegenheit des einen Systems über das Andere genau beziffern zu können.

 

[ilink url=“http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/innovative_039_pay_performance_039_program_improves_219658.html“] Link zur Quelle (Innovations Report)[/ilink]