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Die Techniker Krankenkasse (TK) erwägt angesichts ihrer guten Finanzlage eine Beitragsrückerstattung an die Versicherten. Der Verwaltungsrat beauftragte den Vorstand in Hamburg, eine solche Option zu prüfen, teilte die Versicherung am Freitag mit. Zudem solle geprüft werden, ob das Geld auch zur Verbesserung der Leistungen und Tarife sowie für die Gesundheitsvorsorge eingesetzt werden könne.

Kommentar: Die Techniker Krankenkasse verfügt derzeit über eine Rücklage von 2,9 Mrd. Euro und ist damit die Kasse mit den meisten Reserven. 2011 fuhr sie ein Plus von 973 Mio. Euro ein. Vor diesem Hintergrund hatte das Bundesversicherungsamt (BVA) die TK schriftlich zu einer Ausschüttung der Prämien aufgefordert. Die Behörde hatte eine Erklärungsfrist bis zum 8. Juni eingeräumt. Die TK hat jedoch um eine Fristverlängerung gebeten, da der Verwaltungsrat erst am 22. Juni getagt hat.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) fordert wiederholt die Auszahlung von Prämien an die Versicherten. Im Moment würden dies nach seiner Aussage etwa neun Krankenkassen machen, es könnten aber über 30 Krankenkassen tun. Dies sind überwiegend kleinere Kassen mit rund 700.000 Versicherten.

Die AOKen lehnen derweil eine Prämienausschüttung strickt ab und verweisen darauf, dass sie angesichts der Kunjunkturperspektiven die Überschüsse als Rücklage verwenden wollen.

[ilink url=“http://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/unternehmen/457646″] Link zur Quelle (Techniker Krankenkasse)[/ilink]