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Speziell für die telemedizinische Versorgung von Schlaganfallpatienten geschulte Neurologen können auch von einem anderen Ort aus in guter Qualität CT-Bilder von akut betroffenen Patienten beurteilen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler des Dresdner Universitäts SchlaganfallCentrums (DUSC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in der renommierten us-amerikanischen Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht haben.

Basis der Studie war eine Nachbeurteilung von über 500 CT-Bildern aus der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten im Schlaganfall-Ostsachsen-Netzwerk (SOS-NET), bei der jeweils die Experten des DUSC zur telemedizinischen Befundung hinzugezogen worden waren.

Zwei erfahrene Neuroradiologen des Dresdner Universitäts-SchlaganfallCentrums haben für die aktuelle Studie CT-Bilder von über 500 Patienten, die akut telemedizinisch untersucht wurden, nachbeurteilt. Die Übereinstimmung der Befundung zwischen der Bildinterpretation durch den jeweils beim Akutfall diensthabenden Neurologen und den Ergebnissen der Nachbeurteilung durch die Experten war gut: Obwohl bei insgesamt acht Prozent aller Patienten Unterschiede in der Bewertung festgestellt wurden, waren diese bei weniger als zwei Prozent klinisch relevant.

Kommentar: Die Schlaganfallversorgung in Deutschland wird bundesweit durch verschiedene Netzwerke umgesetzt. Während jedoch in Ballungsräumen sog. Stroke Units schnell erreichbar sind, ist in ländlichen Regionen eine Behandlung in diesen spezialisierten Kliniken selten möglich. Die Anbindung an telemedizinische Projekte macht daher Sinn, um auch Diagnosen über Distanzen zu ermöglichen. In Deutschland gibt es rund zehn solcher telemedizinischer Schlaganfallnetze.

[ilink url=“http://www.e-health-com.eu/details-news/telemedizin-studie-beurteilung-von-ct-bildern-auch-aus-der-ferne-in-hoher-qualitaet-moeglich/40c55bb2dd1ed1388e0a2b67fe0cedd0/“] Link zur Quelle (E-Health.com)[/ilink]