Seite auswählen

Nach Berechnungen der Techniker Krankenkasse bezahlen die gesetzlichen Kranken­kassen jedes Jahr für die Behandlung von Deutschen auf Auslandsreisen rund 700 Millionen Euro. Die Kosten dürften nach Einschätzung der Kassen in Wirklichkeit noch höher liegen. „Wir gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, weil viele Patienten im Ausland bar abkassiert werden“, sagte TK-Vorstandschef Jens Baas dem Blatt.

Mit Einführung der Europäischen Krankenversichertenkarte (EHIC) im Jahr 2004 kann der behandelnde Arzt Notfälle direkt mit der Krankenkasse in Deutschland abrechnen.

Weil aber Patienten die Kosten im Ausland oft privat vorstrecken müssen und häufig nur einen Teil erstattet bekommen, rät bspw. die Barmer GEK zu einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung. Außerdem sollten Patienten, die sich privat behandeln lassen müssen, darauf achten, als Arztrechnung klar erkennbare Quittungen mitzubringen. Diagnose und Behandlung sollten vermerkt sein. Aus einer Arzneimittel­verordnung sollte hervorgehen, welchen Wirkstoff der Arzt im Ausland verschrieben hat, so die Barmer.

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54809/Krankenkassen-zahlen-700-Millionen-Euro-fuer-Behandlungen-im-Ausland“] Link zur Quelle (Ärzteblatt.de)[/ilink]