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Die Techniker Krankenkasse (TK) will mit Hilfe des „Health Buddy“ der Firma Robert Bosch Healthcare die Lebens­qualität von Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) verbessern. Dazu stattet die Kasse bis zu 300 COPD-Patienten in ganz Deutschland mit den Geräten aus.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren müssen die TK-Versicherten jeden Morgen mittels vier Knöpfen Fragen zum Wohlbefinden beantworten und über einen Clip am Finger Puls und Sauerstoffgehalt im Blut messen. Die Daten werden an ein telemedizinisches Zentrum in Stuttgart übermittelt und von Fachkräften überwacht. Ziel ist es, vermeidbare Krankenhausaufenthalte zu reduzieren.

Kommentar: Auch wenn das Projekt ein Erfolg für das Unternehmen Bosch darstellt und damit möglicherweise die Versorgung von COPD-Patienten verbessert wird, ist es im Bereich der Telemedizin nur ein weiteres Leuchtturmprojekt. Damit endlich die vielen verschiedenen Leuchttürme Eingang in die Regelversorgung finden, müssen die verschiedenen Interessenlagen unter einen Hut gebracht werden. Zum einen die der Krankenkassen und des gemeinsamen Bundesausschusses, die den Nachweis der Wirksamkeit fordern, zum anderen die der Patienten und Industrie, die einen vermehrten Einsatz der längst marktreifen Technologien fordern. Hier ist eine Lösung in den nächsten Jahren nicht abzusehen. Die offene Frage ist: Welche Strategie sollen die jeweiligen Player verfolgen?

[ilink url=“http://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/gesundheit-und-service/464924″]Link zur Quelle (TK Pressemitteilung)[/ilink]