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Im zweiten Quartal 2013 nahm die Zahl der Übernahmen im Healthcare-Bereich im Vergleich zum Auftaktquartal 2013 an Fahrt auf. Dies geht aus einer Veröffentlichung des M&A-Nachrichten-Portals Irving Levin Associates, Inc. hervor. Die Zahl der weltweiten Übernahmen stieg um 10 Prozent auf 223 im Vergleich zum Vorquartal, lag jedoch 15 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Der Wert der Transaktionen stieg um 252 Prozent auf 52,6 Mrd. Dollar im Vergleich zum Vorquartal (14,9 Mrd. Dollar), und lag damit gleichauf mit dem Vorjahresquartal (52,3 Mrd. Dollar).

Lediglich in drei Bereichen des Gesundheitsbereichs nahmen die Zahlen der Übernahmen im Vergleich zum Vorquartal ab: eHealth (-63%), Serviceangebote für psychische Erkrankungen (-43%) und Krankenhäuser (-32%). Im Bereich der eHealth-Anbieter zeigt sich damit ein stetiger Trend. Während im zweiten Quartal 2012 24 Übernahmen vollzogen wurden, sank diese Zahl sukzessive auf sechs im zweiten Quartal 2013.

Allgemein zeigt sich, dass im Bereich der Serviceanbieter bzw. Leistungserbringer ein Konsolidierungsprozess festzustellen ist. Hier nahmen die Übernahmen im Vergleich zum Vorjahr (+1%) und im Vergleich zum Vorquartal (+16%) zu. Im Technologiebereich (Biotechnologie, eHealth, medizinische Geräte und Pharma) nahmen hingegen die Übernahmen spürbar ab oder stagnierten auf gleichem Niveau. Die Änderungen betrugen zum Vorjahresquartal -15 Prozent und zum Vorquartal 0 Prozent.

Kommentar: Übernahmen sind oftmals die einzige Möglichkeit für Anbieter, im Gesundheitssystem zu wachsen, da der Markt sich deutlich von anderen Branchen unterscheidet. Dienstleister und Leistungserbringer bewegen sich in einem stark regulierten Markt. Wenn ein Wachstum vermeldet wird, ist dies zumeist auf die allgemeine Kostensteigerung und das organische Wachstum des Marktes (Demografie) zurückzuführen. Lediglich durch innovative Produkte und Dienstleistungen ist es Anbietern möglich, sich Sonderbudgets zu erschließen oder anderen Marktteilnehmern Marktanteile abzunehmen, die dann zu einem Wachstum führen. Getrieben wird diese Entwicklung oftmals auch von den Regierungen, die sich dadurch die Hebung von Wirtschaftlichkeitsreserven im Gesundheitssystem erhoffen. Fraglich ist, ob und wann diese Entwicklung ins Gegenteil umschlägt und große Anbieter durch ihre Marktmacht den Markt dominieren und Preise diktieren können.

[ilink url=“http://www.levinassociates.com/pr2013/pr1307mamq2″] Link zur Quelle (Levin Associates)[/ilink]