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Die Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenkassen für den Bereich Parenteralia-Herstellung haben bei den industriellen Herstellbetrieben und Compounding-Apotheken für Unruhe gesorgt. Ein Unternehmen – der Jenaer Firmenverbund Medipolis – wird sich daher ein zweites Standbein im baden-württembergischen Rastatt aufbauen.

Das Unternehmen mit 100 Angestellten wurde 2008 gegründet. Die Parenteralia-Herstellung verfügt über sechs Werkbänke, an denen Sterilrezepturen für die drei eigenen Apotheken sowie externe Kunden hergestellt werden. Außerdem wird ein Blisterzentrum betrieben, das rund 20 Apotheken versorgt. Dazu gibt es eine Versandapotheke und eine Homecare-Sparte mit 18 Krankenschwestern.

Eine wirtschaftliche Gefährdung kann dem Unternehmen durch eine mögliche Ausschreibung der AOK Plus drohen, sind doch bis zu 70 Prozent der Kunden des Unternehmens bei der Krankenkasse versichert.

Daher wurde der Schritt in den Süden notwendig, um sich weitere regionale Märkte zu erschließen. In Rastatt bei Karlsruhe soll in der zweiten Jahreshälfte eine Niederlassung mit 400.000 Anfertigungen fertiggestellt werden.

Kommentar: Der Schritt ist für das Unternehmen richtig. Neue Anforderungen der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) werden diesen Unternehmen mehr Kunden bringen, da die Qualitätsstandards für Herstellbetriebe und Zytoapotheken erhöht werden und dadurch eine Bereinigung der Anbieter erfolgen wird. Die offene Frage dabei ist: Wer geht als Gewinner aus dieser Bereinigung hervor und welche Strategie ist die richtige?

[ilink url=“http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/markt/medipolis-geht-nach-sueden?page=0,1#text“]Link zur Quelle (Apotheke Adhoc)[/ilink]