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Nach einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sieht ein Großteil der Bundesbürger das deutsche Gesundheitswesen nicht gut auf den demografischen Wandel vorbeireitet. Nach der Meinungsumfrage von forsa im Auftrag der ABDA sehen zwei Drittel (63 Prozent) das deutsche Gesundheitssystem schlecht auf den demografischen Wandel vorbereitet. Genau gesagt halten 51 Prozent die Demografiefestigkeit für „eher schlecht“ und sogar 12 Prozent für „sehr schlecht“. Wohingegen rund ein Drittel (36 Prozent) das Gefühl haben das Gesundheitssystem hat sich gut auf die alternde Gesellschaft eingestellt. Davon sagen sogar 3 Prozent, dass Deutschland „sehr gut“ aufgestellt ist. Die unter 30-Jährigen scheinen weniger skeptisch zu sein. So halten 45 Prozent das Gesundheitswesen für „eher gut“.

Auch wenn die Mehrheit der Bundesbürger das Gesundheitswesen für schlecht aufgestellt einschätzen, hat jedoch die Mehrheit ein deutliches Interesse an der Gesundheitspolitik. 84 Prozent haben ein „sehr“ hohes Interesse (44 Prozent) oder „etwas“ Interesse (40 Prozent). Lediglich 13 Prozent zeigen „weniger“ Interesse und drei Prozent „überhaupt kein“ Interesse.

Die Skepsis der Deutschen am Gesundheitssystem zeigt sich auch dessen Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent befürchten, dass sich die Versorgungslage im Gesundheitssystem in den nächsten Jahren verschlechtern wird. 35 Prozent gehen davon aus, dass sich nichts ändern wird, wohingegen 13 Prozent mit einer Verbesserung der Versorgung rechnen.

Ziel der Veröffentlichung ist es auf die ABDA Initiative „Gesundheit wählen“ hinzuweisen. Bei dieser Initiative zur 18. Bundestagswahl sollen nicht die Forderungen der jeweiligen Marktteilnehmer mit den Meinungen der Parteien abgeglichen werden, vielmehr können die Kandidaten vor Ort aus den 299 Wahlkreisen Antworten auf die Fragen der Gesundheitspolitik geben. Dies soll den lokalen Dialog zwischen Apotheken und Politikern sichtbar werden lassen.

Kommentar: Ein weiteres Ergebnis einer anderen Umfrage im Auftrag der ABDA lautet: Durchschnittlich wünschen sich 71 Prozent der Bundesbürger eine Gesundheitsversorgung, die möglichst kostensparend versorgt. Während ein Viertel der Befragten eine möglichst hochqualitative Versorgung bevorzugt. Interessanterweise hat die bestmögliche medizinische Versorgung für die unter 30-Jährigen eine höhere Priorität (38 Prozent) während die 30- bis 59-Jährigen Wert auf die Kostenersparnis legen (78 Prozent).

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