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Die Mehrheit der Deutschen möchte im Pflegefall zuhause versorgt werden, vorzugsweise vom Partner oder einem Angehörigen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der R+V-Versicherung. Im Rahmen der repräsentativen Untersuchung befragte TNS Infratest im Auftrag der R+V Versicherung bundesweit insgesamt 1.701 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die Frage lautete: „Wo und von wem möchten Sie einmal gepflegt werden, falls Sie pflegebedürftig werden?“

Den Umfrageergebnissen zufolge präferieren mehr als 70 Prozent einen ambulanten Pflegedienst, ebenfalls 70 Prozent der Befragten plädieren für eine Pflege durch den Partner. Deutlich wurde ferner, dass Männer (75,6 Prozent) diese Form der Betreuung stärker in Betracht ziehen als Frauen (66,3 Prozent). Über die Hälfte (54,6 Prozent) gaben an, von den Kindern oder Angehörigen gepflegt zu werden. Eine im Haushalt wohnende Pflegekraft kommt für gut die Hälfte (50,8 Prozent) der Deutschen in Frage.

Die Studie zeigte eindeutig, dass Pflegeheime weniger beliebt sind. Nur knapp ein Drittel der Befragten (30,4 Prozent) wollen im Pflegeheim versorgt werden. 55,1 Prozent können sich die eigene Pflege in einem Mehrgenerationenhaus vorstellen. Die Studie bestätigt den hohen Stellenwert der häuslichen Pflege.

Kommentar: Die Ergebnisse aus der Befragung betonen die wachsende Bedeutung der ambulanten Pflege und decken sich auch mit den statistischen Angaben zur Versorgung der rund 2,5 Pflegebedürftigen in Deutschland. Rund 70 Prozent hiervon werden zuhause versorgt. Verglichen mit der stationären Versorgung von Pflegebedürftigen, lässt sich ein deutlich Zuwachs der ambulant Versorgten feststellen.

Allerdings wurde in den vergangenen Jahren die Versorgung von Pflegebedürftigen immer weniger durch Angehörige selbst übernommen. Stattdessen ging der Trend hin zu vermehrter Inanspruchnahme professioneller Pflegedienstleistungen von ambulanten Pflegediensten  und in Pflegeheimen. Der Anteil der  Pflegebedürftigen, die von Angehörigen alleine zu Hause versorgt wurden, sank von rund 51 Prozent im Jahr 1999 auf knapp 47 Prozent in 2011. 

[ilink url=“http://www.ruv.de/de/presse/presseinfo/pressemitteilungen/20130729-pflege-umfrage.jsp“] Link zur Quelle (R+V)[/ilink]