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Das Department für Pflegewissenschaft der Uni Witten/Herdecke entwickelt mit drei Kooperationspartnern ein intelligentes Anti-Dekubitussystem.
 
Das Antidekubitussystem soll von den bisher am Markt verfügbaren Systemen v.a. durch eine intelligente Software unterscheidet, die die Lage des Patienten „erkennt“, dadurch eine optimale Einstellung ermöglicht und den Pflegenden Hinweise gibt, zu welchem Zeitpunkt ergänzende Maßnahmen zur Umlagerung erfolgen müssen.

Das Gesamtsystem zeichnet sich im Wesentlichen durch fünf Innovationen aus:

  • Lokalisierung druckbelasteter Stellen,
  • Erkennung der Größe der druckbelasteten Stelle,
  • automatische optimale Weichlagerung,
  • Erkennung der Nicht-Bewegung des Patienten nach einstellbaren Parametern,
  • Fachpflegekräfte werden bei der Erkennung von Nicht-Bewegung unterstützt und erfahren im Bezug zum Patienten einen Lernprozess zur Verbesserung der Liegeeigenschaften

Potenzielle Einsatzbereiche des neuen Anti-Dekubitussystems sind Kliniken, Altenheime sowie speziell der häusliche Bereich. Hier erleichtert das neue System die Pflege von besonders hochgradig gefährdeten Menschen, weil durch die intelligente Steuerung die Möglichkeit besteht, die Dauer nächtlicher Lagerungsintervalle zu verlängern, so dass pflegende Angehörige nachts länger durchgehend schlafen können.

Kommentar: Software gesteuerte Anwendungen in der Dekubitusversorgung bieten eine Reihe von neuen Möglichkeiten. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes dient die technische Komponente zur Erzeugung eines kontinuierlichen Lufstroms oder zur Messung der örtlichen Druckbelastung.

Auf eine ähnliche Komponente setzt das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT), welches einen Dekubitus-Strumpf mit Drucksensorik entwickelt. Zur Vorbeugung von Dekubitus misst dieser Spezialstumpf kontinuierlich den Druck und die Zeit und schlägt bei kritischen Werten Alarm.

[ilink url=“http://www.hcm-magazin.de/ein-neuer-ansatz-in-der-dekubitusprophylaxe/150/2382/178620/“] Link zur Quelle (HCM-Magazin)[/ilink]