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Der amerikanische Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG) hat den Kauf des Generika-Herstellers Par Pharmaceutical aus New Jersey für 1,9 Mrd. Dollar angekündigt. TPG will 50 Dollar je Par-Aktie zahlen, das sind 37 Prozent mehr, als die Papiere zuletzt an der Börse wert waren. Die Transaktion solle bis zum Jahresende abgeschlossen werden, falls das US-Unternehmen Par Pharmaceuticals keinen anderen Käufer finde, der mehr bezahlt.

Bezogen auf den Umsatz ist Par Pharmaceuticals der fünftgrößte Generikahersteller in den USA und hat sich zuletzt gut positioniert. Mitte letzten Jahres hat Par Anchen Pharmaceuticals (Kaufpreis: 410 Mio. Dollar) übernommen, um seine Pipeline zu stärken. Anfang diesen Jahres kaufte Par zudem den indischen Generikahersteller Edict.

Seitdem der US Supreme Court die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama genehmigt hat, ist dies bereits die dritte große Transaktion im US-Gesundheitsmarkt. Vor allem Generikafirmen sind von Interesse, da Krankenhäuser und Krankenversicherer Nachahmerprodukte bevorzugen, um Kosten zu sparen. Eine Großfusion im Geschäft mit Nachahmermedikamenten wurde bereits vor einigen Monaten besiegelt als der US-Konzern Watson für mindestens 4,25 Mrd. Euro den in der Schweiz ansässigen Konkurrenten Actavis übernommen hat.

Seit einigen Jahren ist in der Generikabranche ein Konzentrationsprozess im Gange. Wegen des Anstiegs der Gesundheitskosten in vielen Industriestaaten versuchen die Regierungen die Arzneimittelausgaben einzudämmen.

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