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Die elektronische Verwaltung von Gesundheitsdaten bringt keine Einsparungen im Gesundheitssystem – zumindest nicht in den USA. Das ist das Ergebnis der US-amerikanischen Untersuchung „Health-Affairs-Studie„, die das Verschreibungs- und Überweisungsverhalten von niedergelassenen Ärzten untersucht hat und über die das Nachrichtenportal „DocCheckNews“ berichtet.

Das zentrale Ergebnis der Studie, bei der Krankendaten von 28.741 US-Bürgern und 1.187 niedergelassene Ärzten im Fokus standen, lautete:  Diejenigen Ärzte (18%), die sich auf die digitale Auswertungen von Tests stützen, verschreiben deutlich mehr (Zusatz)-Untersuchungen, als jene Kollegen (12,9%), die sich auf klassische Papierdokumente und analoge Auswertungen verlassen.

Studienautor Danny McCormick, Assistant Medizin-Professor der Harvard Medical School, interpretierte das Ergebnis wie folgt: „Wir bezweifeln, dass die Anwendung der elektronischen Gesundheitstechnologien – was immer auch ihr sonstiger Nutzen ist – eine sinnvolle Kostenreduktions-Strategie darstellt.“

Kommentar: Die Studie, deren Datenmaterial sich auf 2008 beruht, führt in den USA erneut zu Diskussionen über das Einsparpotential digitaler Patientenakten. Befürworter der digitalen Gesundheitsverwaltung, zu denen u.a. auch die Obama-Regierung zählt, hoffen vor allem sinnlose Mehrfachtests zu vermeiden und dadurch erhebliche Kostenseinsparungen im amerikanischen Gesundheitssystemzu zu realisieren. Hier ist die Rede von jährlichen Einsparung in Höhe von 80 Mrd. Dollar.

Kritiker des elektronischen Gesundkeitssystems führen an, dass man zurzeit ziemlich hohe Fördersummen für Umstellungsmaßnahmen auf elektronische Systeme ausgebe, der ökonomische Nutzen dieser Systeme allerdings kaum absehbar sei.

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