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In Anbetracht des erwirtschafteten Überschusses in der gesetzlichen Krankenkasse hat das Bundesversicherungsamt (BVA) diese aufgefordert, die Überschüsse an die Versicherten zurückzuzahlen. Die Kassen suchen derzeit nach Lösungen, auf welchem Weg das Geld ausgeschüttet werden kann. Da die Kassen selbst nicht über sämtliche Bankverbindungen ihrer Mitglieder verfügen, müssten diese bei einer Rückzahlung zuvor erhoben werden. Der bürokratische Aufwand hierzu wäre hoch und sehr wahrscheinlich unverhältnismäßig zu der Höhe der Rückzahlungen.

Die Techniker Krankenkasse prüft derzeit die verschiedenen Möglichkeiten, wie das Geld zurückgezahlt werden kann und stellt hierzu verschiede Modellrechnungen auf, berichtet die Presse. Ein neuer Vorstoß im Marketing war hiermit ebenfalls verbunden, da die TK in Erwägung zog, jedem Neumitglied eine pauschale Bargeldprämie in Aussicht zu stellen.

[ilink url=“http://www.hausarzt.de/content/red.otx/1108,119777,0.html“]Quelle (hausarzt.de)[/ilink]

Kommentar: Das Anbieten einer Neukundenprämie hat sich besonders im Bereich der Direktbanken als wirksames Kundengewinnungsinstrument etabliert. Bereits 100 Euro Einmalprämie bewegen viele Kunden und Versicherte dazu, einen Anbieter zu wechseln. Dieses Anreizmittel könnte auch im Bereich der GKV erfolgreich sein, da bei vergleichbaren Leistungen auch die Beitragssätze identisch sind. Bereits der Zusatzbeitrag von 8 Euro hat gezeigt, wie sensibel die Versicherten bei einer direkt spürbaren Mehrbelastung reagieren. Das Angebot einer Einmalprämie könnte insofern vor dem Hintegrund der Zusatzbeiträge von vielen Mitgliedern als „Wiedergutmachung“ empfunden werden, sodass die Bereitschaft zu einem Wechsel zu der entsprechenden Krankenkasse groß sein dürfte.